Bei Uns auch nicht
Wir wissen, dass der Aufmarsch inzwischen angemeldet ist. Es gibt vier Orte bundesweit für diesen Tag, dafür wurde die Demonstration in Berlin abgesagt. Die anderen Orte haben einen ähnlichen Charakter wie Heide, es sind Kleinstädte ohne erkennbare Antifa-Szene.

In Berlin werden sie jedes Jahr vertrieben. In Kiel haben sie unlängst eine Abfuhr erteilt bekommen. Nun versuchen sie es an der Westküste. Bereits 1924 gründete sich in Büsum die DSP, die später in die NSDAP aufging. Auch in Heide mit einem höheren Arbeiteranteil in der Bevölkerung konnte die NSDAP 1926 solide Fuß fassen. Dies zeigte sich, als sie schon bei der Wahl vom 14. Sept. 1930 stärkste Partei in Heide wurde. Mit dem Erstarken der Nazis mehrten sich handfeste Auseinandersetzungen. Der Glanzpunkt der Propagandaveranstaltungen der Nazis bildet der Besuch des "Führers" am 14. Oktober 1928 in Heide. Er spricht auf einer nur Mitgliedern vorbehaltenen Versammlung im Bosselschen Stadttheater. Anschließend nimmt er einen Vorbeimarsch der "Anhänger der Bewegung" auf dem Marktplatz ab, bei dem es ca. 15.000 zum größten Teil begeisterte Zuschauer gibt.Dies verschärfte sich, als neben der großen SA ab dem 1. Juli 1930 der Norderdithmarscher SS- Stum 4/1/4 aufgebaut wurde. Schon Ende 1931 wurde durch den SS- Standartenführer Paul Moder nach einer Besprechung im Kreisbahnhof (heute Jugendzentrum) ein eigener SS- Trupp Heide aufgestellt.

Damit dies alles sich nicht wiederholt, darf nichts von alldem vergessen werden. Dann können die Einwohner rechtzeitig einschreiten.